Challenges

(A) Coding Challenge Vermittler-App

Beschreibung

„The German Angst“ – Die Deutschen gelten als ein sehr vorsichtiges und ängstliches Volk. Diese Einstellung führt dazu, dass die Deutschen mit 2.387 Euro freiwilliger Versicherungsprämie pro Jahr den Spitzenplatz behaupten. Diese 2.387 Euro verteilen sich im Durschnitt auf sechs unterschiedliche Versicherungsverträge bei bis zu drei Versicherungsgesellschaften.

Bedingt durch die Digitalisierung und eine bessere vermeintliche Vergleichbarkeit, zum Beispiel durch Aggregatoren wie Check24, ist die Wechselbereitschaft in den letzten Jahren ebenfalls gestiegen. Als Ergebnis der hohe Versicherungsdichte und der zunehmenden Wechselbereitschaft sind Versicherungsvermittler in der Mehrzahl der Beratungs-/ Verkaufsgesprächen mit konkreten Angeboten bzw. existierenden Verträgen anderer Versicherungsgesellschaft konfrontiert.

Die Herausforderung für die Versicherungsvermittler besteht nun darin, dass die einzelnen Versicherungsverträge vom Inhalt und Preis sehr unterschiedlich sind, da es in Deutschland seit der Deregulierung des Versicherungsmarktes im Jahr 1994, jeder Versicherungsgesellschaft frei gestellt ist, wie das Angebot ausgestaltet ist.

Um für den Kunden dennoch eine Vergleichbarkeit herzustellen und eine objektive Beratung zu gewährleisten muss der Versicherungsvermittler alle relevanten Informationen aus einem Angebots-, Rechnungs- oder Angebotsdokument des Wettbewerbs in einer Software erfassen. Diese manuelle Erfassung bindet viel Zeit und ist fehleranfällig. Ebenso ist es für den Vermittler schwierig die genauen Leistungsunterschiede und USPs herauszuarbeiten. Hier wird sich von Seiten der Vermittler eine Softwareunterstützung gewünscht, die auch optisch so ausgestaltet ist, dass die Leistungsunterschiede direkt mit dem Kunden besprochen werden können.

Aus Sicht der Württembergischen wäre es ebenfalls sehr interessant von welchen anderen Versicherungsgesellschaften mögliche Kunden Angebote haben, wie hoch der Preis ist und welche Leistungsinhalte angeboten werden. Daher sollte die Daten in einer zentralen Datenbank gespeichert werden.

Adam Riese ist der digitale Versicherer der W&W Gruppe. Seit über einem Jahr wächst das junge Unternehmen beständig mit neuen Kunden und neuen Produkten. Für Adam Riese wäre eine App bzw. Web App sinnvoll, die ein potentieller Kunde selbständig nutzen kann und auf diesem Wege automatisch Angebote von Adam Riese erhält.

Mögliche Lösungen bestehen darin, dass die Datenerfassung mittels OCR-Erkennung automatisiert wird und durch KI die relevanten Daten ausgelesen werden. Ebenso könnte über Schnittstellen zu Vergleichsprogrammen ein Vergleich angestoßen werden. Die Ergebnisse sollten in einer zentralen Datenbank erfasst werden, die für die Württembergische zugänglich uns auswertbar ist.

Challenge

  • Entwickeln Sie eine App für die Vermittler der Württembergischen bzw. für potentielle Kunden von Adam Riese (Android/IOS)
  • Die App sollte über folgende Feature verfügen:
    – Erfassung des Tarifs/Angebots des Wettbewerbs durch eine Kombination aus OCR (Testextraktion) und KI (Ermittlung von strukturierten Daten)
    – Ermittlung von Informationen wie: Preis, Tarif, Name des Versicherten, Geb.-Datum aus dem vorliegenden Dokument.
    – Mit den strukturierten Daten sollte es möglich sein einen Vergleicher wie Morgen&Morgen oder Franke Bornberg anzubinden um zu einem Leistungsvergleich zu kommen
    – Die Gegenüberstellung der Leistungsunterschiede zwischen dem Angebot der Württembergischen und dem Konkurrenzangebot soll für den Kunden und den Vermittler auf eine einfache und verständliche Weise dargestellt werden.
    – Entscheidet sich der Kunde nun für das Angebot der Württembergischen sollen die über den Kunden gewonnen Daten direkt in das CRM-System übertragen werden und im Rahmen der Tarifierungs- und Angebotssoftware der Württembergischen nutzbar sein
    – In der Adam Riese Version sollte die entsprechende online Antragsstrecke zum Vertragsabschluss angestoßen werden
    – Alle im Rahmen des Prozesses gewonnen Daten (Interessent, Produkt, Preis, Versicherungsgesellschaft, Tarif, Leistungsbeschreibung, …) sollen in einer zentralen Datenbank gespeichert werden und auswertbar sein. Die Grenzen des Datenschutzes sind dabei zu beachten
  • Strukturieren Sie die Features in eine MVP-Lösung mit dem Ziel in 50 Tagen live zu sein und in weitere 3 Wellen bis zum vollständigen Ausbau der App
  • Entwickeln Sie für den weiteren Ausbau der App Ideen, die die Arbeit der Versicherungsvermittler erleichtert bzw. online Kunden zu begeisterten Nutzen machen
  • Achten Sie auf eine hohe Usability der App, so dass diese intuitiv zu bedienen ist

(B) Geschäftsmodell-Challenge: Versicherung von Expatriates

Beschreibung

Als unabhängiger Versicherungsmakler bieten wir unseren Kunden in den Geschäftsfeldern Kirche, Wohlfahrtspflege und Gesundheitswesen hochwertige und preisgünstige Versicherungslösungen. Dazu gehört auch die Absicherung von Gruppen- und Einzelreisen.

Für die Zielgruppe Expatriates bestehen aktuell keine Versicherungskonzepte. Bei Kundenanfragen können diese nicht bzw. nicht optimal versichert werden. Die Herausforderung besteht darin, Expatriates den Abschluss der benötigten Versicherung(en) möglichst einfach und schnell zu ermöglichen.

Challenge

Eine Möglichkeit, um Expatriates als neue Zielgruppe zu gewinnen und zu behalten, besteht in der Nutzung von digitalen Lösungen (z.B. Apps und Websites). Fraglich ist jedoch wie die digitale Lösung aussehen soll, wie sie vertrieben werden soll und welche Anforderungen an die Programmierung bestehen.

Entwickeln Sie eine Markteintritts- und Vertriebsstrategie für die Absicherung von Expatriates.
Wichtige Fragen:

  • Wer ist der Käufer der Versicherung bzw. wen muss ich gezielt ansprechen?
  • Wer ist der Nutzer der Software (z.B. ein Mitarbeitender im Personalbereich oder der Expatriate)?
  • Welche Strategie ist die richtige, um diese Nutzer anzusprechen, den Kunden
    zu akquirieren und langfristig zu binden?

(C) Geschäftsmodell-Challenge: „Digitale Touchpoints: Kundenzugänge für die Arbeitskraftabsicherung (krankheitsbedingter Verlust der Arbeitskraft)“

Beschreibung

Digitale Versicherungslösungen liegen im Trend. Startups drängen mit neuen Konzepten auf den Markt und versuchen mit innovativen Ansätzen ins Geschäft der etablierten Player einzugreifen. Die Lebensversicherungsbranche steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Digitale Versicherungslösungen sind im Kommen und vor allem für die Erschließung junger Kundengruppen ein wichtiger Treiber.
Die größte Schwierigkeit liegt jedoch bei den digitalen Kundenzugängen, welche Kern dieser Challenge sind!

Die Verkaufsstory ist dabei essentiell. Denn traditionelle Versicherer haben ihre klassischen Vertriebswege (z.B. Makler). Neue Lösungen sind hingegen mehrheitlich digitaler Natur. Wie können Versicherer neue digitale Kundenzugänge aufbauen? Ist eine Verzahnung mit anderen Vertriebswegen möglich und sinnvoll? Kann ein klassischer Beratungsprozess, den einige Kunden nach wie vor wünschen, sinnvoll integriert werden? Wenn ja, wie?

Challenge

Erarbeitet ein Konzept/Geschäftsmodell, das die oben dargestellte Problematik aufgreift und Lösungen unter Berücksichtigung der unten aufgeführten Fragen präsentiert.

  • Wo können Versicherer und neue Marktakteure online ihre Kunden erreichen?
  • Wie können digitale Touchpoints generiert werden?
  • An welcher Stelle kann der (Online-)Vertrieb ansetzen?
    – Was sind die geeigneten Schnittstellen?
  • Wie kann die Kundenansprache aussehen?

Die Verkaufsstory ist dabei essentiell. Denn traditionelle Versicherer haben ihre klassischen Vertriebswege (z.B. Makler). Neue Lösungen sind hingegen mehrheitlich digitaler Natur.

  • Wie können Versicherer neue digitale Kundenzugänge aufbauen?
  • Ist eine Verzahnung mit anderen Vertriebswegen möglich und sinnvoll?
  • Kann ein klassischer Beratungsprozess, den einige Kunden nach wie vor wünschen, sinnvoll integriert werden?
    – Wenn ja, wie?

(D) Geschäftsmodell-Challenge: „Situativer Versicherungsschutz in der Lebensversicherung – voll digital“

Beschreibung

Die Absicherung biometrischer Risiken nimmt aufgrund ihrer Wichtigkeit im gesamtwirtschaftlichen Kontext eine besondere Rolle innerhalb der Lebensversicherung ein. Der Bedarf sich gegen Risiken wie Tod, schwere Krankheiten, Arbeits-/Berufsunfähigkeit oder Pflegefall abzusichern ist da und nimmt stetig zu.

Viele scheuen jedoch lange Vertragslaufzeiten und wollen sich idealerweise erst dann versichern, wenn der Bedarf aus einer konkreten Situation entsteht.

Nun seid Ihr gefragt: Der komplette product lifecycle bis hin zur customer journey, vom ersten Kundenzugang bis zum eventuellen Leistungsfall eines situativen Produktes stellt den Kern dieses Use-Cases dar.

Challenge

Gegenstand dieser Challenge ist die Ausarbeitung eines digitalen Konzepts/Geschäftsmodells für situativen Versicherungsschutz gegen eines oder mehrere biometrische Risiken (Tod, Schwere Krankheit, Arbeits-/Berufsunfähigkeit, Pflegefall).

  • Wo liegen die Touchpoints für derartige Produkte?
  • Was bewegt einen Kunden zum Abschluss?
  • Was sind die Points of Sale und wie können sie erfolgsversprechend bespielt werden?
  • Wie kann der Underwriting Prozess (Abschluss) aussehen – eher online, oder vielleicht via App?

Zur Erreichung des Ziels sind keine Grenzen gesetzt. Neue Technologien wie Blockchain als Basis für Euer Geschäftsmodell sind uns willkommen! Ihr wollt etwas programmieren oder einen Klick-Dummy bauen? Nur zu! Ihr macht den Unterschied!

(E) Geschäftsmodell-Challenge: „Anreize zur Meldung von Cyber-Attacken“

Beschreibung

Die Versicherung von Cyber-Risiken stellt zur Zeit eine der größten Herausforderungen an die Versicherungswirtschaft dar. Um passgenaue Versicherungsprodukte anbieten und managen zu können sind spezifische statistische Risikodaten notwendig, die es zur Zeit für Cyber-Schäden nicht gibt. Erschwerend kommt hinzu, dass Unternehmen aus verschiedenen Gründen sehr vertraulich mit Informationen über konkrete Ereignisse/Angriffe umgehen. Vereinzelte in den Tagesmedien berichtete Vorfälle reichen zum Aufbau einer geeigneten Informationsbasis nicht aus.

Diese Lücke zwischen Bedarf an belastbaren quantitativen Daten und zur Verfügung stehenden Informationen gilt es zu schließen.

Allgemein betrachtet ergeben sich hier zwei Ansätze: Eine passive oder eine aktive Informationsbeschaffung. Erstere bedient sich frei verfügbarer oder kommerzieller Quellen.

Zweitere versucht gezielt die Daten von betroffenen Unternehmen direkt zu erhalten. Die Herausforderung hierbei liegt darin, Anreize für die Datenweitergabe zu schaffen.
Gegenstand dieser Challenge ist die Ausarbeitung eines aktiven Ansatzes.

Im Fokus liegen Vorfälle, bei denen sensible Daten (Kontodaten, Gesundheitsdaten, Betriebsgeheimnisse etc.) kompromittiert wurden sowie Informationen über Ransomware- , DDoS- und APT-Attacken.

Die gewonnenen Informationen sollen Abschätzungen zu folgenden Fragestellungen ermöglichen oder unterstützen:

  • Wie häufig ist ein Unternehmen im Durchschnitt von einer Cyber-Attacke betroffen (z.B. „jedes Jahr“ oder „alle 5 / 10 / 100 / 500 / 1.000 Jahre“)?
  • Mit welchen monetären Schäden (Kosten für Dienstleister, erneute Datenbeschaffung etc.) ist dabei zu rechnen?

Challenge

Entwickeln Sie ein Geschäftsmodell, das Betroffene animiert, Informationen zu Cyber-Vorfällen bereit zu stellen. Benutzte Anreize können zum Beispiel Angebote von Informationen oder Services sein, die über eine App abrufbar sind.
Zielgruppe sind kleine und mittelgroße Unternehmen: Handwerker, kleine Gewerbetreibende, freiberufliche Dienstleister mit einen Umsatz von 100.000 Euro bis etwa 10 Mio. Euro.
Um eine möglichst große Gruppe innerhalb der Zielgruppe anzusprechen, sollte das Angebot möglichst günstig sein, um dieses ohne Entgelt anbieten zu können.

(F) Coding-Challenge: Beratungstool für Zahnzusatztarif MediZ Duo

Beschreibung

  • Die Gothaer hat im Oktober 2018 den neuen Zahnergänzungstarif MediZ Duo für gesetzlich krankenversicherte Kunden an den Markt gebracht.
  • MediZ Duo zeichnet sich durch die Merkmale „einfach und transparent“ aus. Dies bedeutet, dass keine Wartezeiten und kein Bonusheft vorgesehen sind. Darüber hinaus gibt es kurze Leistungsstaffeln, einen Wechselbonus und den Verzicht auf ordentliches Kündigungsrecht.
  • Es handelt sich um ein Produkt für das Premiumsegment, d.h. Kunden, die ihren gesetzlichen Krankenversicherungsschutz im Zahnsegment ohne weitreichende Einschränkungen und Selbstbeteiligungen erhöhen wollen.
  • Beim Abschluss gibt es keine Gesundheitsprüfung, es werden nur fehlende Zähne ausgeschlossen und vereinbarte bzw. angeratene Behandlungen.
  • Der Abschlussprozess folgt ebenfalls der Devise „einfach und transparent“: es ist keine Unterschrift notwendig und der Prozess ist sehr schlank gehalten.
  • Bei der Vermarktung des MediZ Duo-Tarifes ist die Gothaer auch neue Wege gegangen: die Augmented-Reality-Anwendung, die auf den Prospekten aufgedruckt und mit Hilfe der App genutzt werden kann, ist hier ein Beispiel. Gerade für die digital affine Zielgruppe werden so einfach und anschaulich die wesentlichen Highlights des MediZ Duo auf begeisternde und moderne Weise vermittelt.

Challenge

  • Vor dem Hintergrund der innovativen Vermarktung des Produktes:
  • Entwickelt ein smartes Beratungstool für Vermittler (Agenturen und Makler) für MediZ Duo, was ein kleinpreisiges Produkt (< 50 EUR Monatsbeitrag) ist und mit wenig Beratung einfach und leicht in wenigen, schnellen Schritten verkauft werden kann (hintzergrund: Vermittler wollen nicht viel Aufwand/ Zeit für kleinpreisige Ergänzungsprodukte investieren).
  • Dabei soll ein möglichst intuitives Beratungstool entwickelt werden, dass von unterschiedlichen Nutzergruppen auf unterschiedlichen technischen Wegen benutzt werden kann: Mobile, Laptop, Telefon, bestehende Angebotsprogramme
  • Die bestehende MediZ Duo-App kann dabei ggf. ein Abschlussweg sein – dies ist aber nicht zwingend notwendig bzw. muss nicht der alleinige Weg sein vor dem o.g. Hintergrund.

(G) Geschäftsmodell-Challenge: Mehr als nur Absicherung – Versicherung „as a service“

Beschreibung

  • Eine aktuelle Studie von Gothaer und F.A.Z.-Institut zeigt, dass bei den Bürgern große Ängste bestehen ihre Arbeitskraft zu verlieren. Eine ausreichende Absicherung der Arbeitskraft ist bei den meisten Berufstätigen allerdings dennoch nicht vorhanden.
  • Ein Grund für die Diskrepanz zwischen dem eigentlichen Bedarf und der tatsächlichen Absicherung kann daran liegen, dass es sich bei Versicherungen um sogenannte Low-Involvement-Produkte, also Produkte mit eher geringerem Kundeninteresse, handelt.
  • Darüber hinaus ist das heutige Geschäftsmodell der Lebensversicherung als eine reine Risikoabsicherung zu sehen und bietet kaum Möglichkeiten sich vom Wettbewerb zu differenzieren.
  • Andere Branchen zeigen, dass eine Anreicherung von Produkten um weitergehende Services ein erfolgsversprechendes Modell darstellt.
  • Die Anreicherung einer Lebensversicherung um weitergehende Services bietet unter anderem die Chance aus dem Low-Involvement-Produkt der reinen Versicherung dem Kunden ein Gesamtpaket mit deutlichem höherem Involvement zu bieten.

Challenge

  • Durch eine Versicherung „as a service“ (insbesondere im Leistungsfall) soll dem Kunden mehr geboten werden, als nur die reine Versicherungsleistung.
  • Eure Aufgabe ist die Entwicklung von Ideen für eine Versicherung as a service, die dem Kunden echten Mehrwert über die reine Versicherungsleistung hinaus stiftet und das Geschäftsmodell der Lebensversicherung erweitert.
  • Dabei soll der Fokus im Bereich der biometrischen Risiken liegen.
    Ein biometrisches Risiko bezeichnet im Versicherungswesen ein versicherbares Risiko, welches das Leben und/oder den Lebensunterhalt der versicherten Person(en) betrifft. (Risikoleben, Berufs- / Erwerbsunfähigkeit, Arbeitslosigkeit, schwere Krankheit/Dread-Disease)
  • Zeigt Mut Versicherung neu zu denken!

(H) Geschäftsmodell-Challenge: IoT in der Hausrat- und Gebäudeversicherung

Beschreibung

Nicht nur Menschen kommunizieren über das Internet und tauschen Daten und Informationen aus. Zunehmend kommen immer mehr Geräte und Objekte in den Umlauf, die mit dem Internet verbunden sind und eindeutig identifiziert sind. Diese erfassen selbständig Daten durch Sensorik, können Nutzungsprofile, Betriebszustände, Energieverbrauch, Ausfallrisiken etc. dezentral erfassen und versenden, als auch Steuerungsinformationen, Softwareupdates etc. erhalten. Objekte können dabei nicht nur über das Internet kommunizieren, sondern auch direkt und dezentral Informationen miteinander austauschen. Eine gigantische Datenmenge und eine gigantischer Datenschatz entstehen, die vielfältig genutzt werden können.

Welche Chancen durch das IoT können Versicherer oder Dienstleister für Versicherer nutzen, um in den Bereichen Wohngebäude und Hausratversicherung Produkte und Services neue bzw. veränderte Produkte und Services anzubieten?

Challenge

  • Entwickeln Sie Geschäftsideen für neue Produkte und Services in der Hausrat- und Wohngebäudeversicherung, die Chancen und Risiken aus dem IoT aufgreifen!
  • Einige Anregungen
    • Neue bzw. veränderte Risiken
    • Verbesserte Möglichkeiten der Tarifierung
    • Mehrwertdienstleistungen
    • Neue Kooperationsmodelle
  • Fokussieren Sie sich auf ein Ideenfeld und skizzieren Sie ein Geschäftsmodell mit folgenden Dimensionen
    • Rolle in der Wertschöpfungskette
    • Art der Leistung
    • Leistungserstellung und mögliche Partner
    • Revenue Streams und Cost Buckets
    • High-level Business Case

(I) Coding-Challenge: Sprachbarrieren durchbrechen

Beschreibung

Menschen mit Migrationshintergrund fällt es teilweise sehr schwer sich im deutschen Gesundheitssystem zurecht zu finden, z.B. wenn sie sich bei ihrer gesetzlichen Krankenkasse informieren möchten, welche gesundheitlichen Vorsorgeprogramme sie als Versicherte nutzen können. Die Ursache für die schwierige Orientierung liegt hauptsächlich in der sprachlichen Barriere begründet. Sogar für deutsche Muttersprachler kann ja die Auseinandersetzung mit „Versicherungsdeutsch“ schon eine Herausforderung sein.

Um diesen Personen den Zugang zu den Informationen und das Verständnis derselben zu erleichtern ist die Idee, dass ein digitaler Service in Form einer App realisiert wird.

Im Rahmen der Challenge ist das Ziel mindestens zwei verschiedenen Sprachressourcen zu verbinden. Der Service ermöglicht es Informationen in mindestens zwei unterschiedlichen Sprachen zu erschließen und in eine Art Informationsdienst zu integrieren. Der Service ist in der Lage Informationen aus unterschiedlichen Sprachen in einer Datenbank zu speichern und sie dem Nutzer passend zu seinem aktuellen Informationsbedürfnis bereit zu stellen. Im Ergebnis bringt der Service eine mobile, flexible und stärker zielgerichtete Versorgung aller Beteiligten mit Informationen mit sich. Gleichzeitig wird der Zugang zu Informationen erleichtert und der Grad an Wissen über Hilfs- und Präventionsangebote der Krankenkasse.

Für die Akzeptanz dieser Lösung ist es wichtig, dass die Benutzung einfach ist und einen hohen Bedienkomfort mit sich bringt.

Die Lösung hat das Potenzial einerseits den Krankenkassen, andererseits Versicherten mit Migrationshintergrund Zeit und Aufwand zu ersparen, bei der gesundheitlichen Aufklärung der Versicherten.

Challenge

Entwickeln Sie eine Android-App für Menschen mit Migrationshintergrund, da diese potentiell an einem mehrsprachigen Informationsfilterungsdienst interessiert sind.

Mindestanforderungen an die App:

  • Darstellung von Texten, die von einem Redakteur erstellt worden sind
  • Möglichkeit für den Benutzer zwischen verschiedenen Übersetzungsmöglichkeiten für den Text auszuwählen (Kompletter Text, nur Fachwörter, alles außer Fachwörter, …)
  • Mock Schnittstelle bereitstellen (falls kein Backend Entwickler im Team ist)
  • Intuitive Bedienung
  • Entwicklung in Java und/oder in Kotlin

Nice2Have Anforderungen:

  • Möglichkeit selbst Teile des Textes als „nicht verstanden“ zu markieren
  • Möglichkeit eine bessere Übersetzung vorzuschlagen
  • Möglichkeit von den Vorschlägen der anderer Nutzer zu profitieren -> Crowd Sourced Dictionary

Ideale Teambesetzung:

  • 2-3 Android Entwickler
  • 1 UI-Designer
  • 1 UX-Designer
  • 1-2 Backend Entwickler

Wenn es einen Backend-Entwickler im Team gibt:

Entwickeln/Simuliert eine Backend Lösung für App-Server-Kommunikation.

Mindestanforderung an den Server:

  • Möglichkeit für das Ablegen von Text-Informationen in verschiedenen Sprachen
  • Möglichkeit für den Client die Text-Informationen in verschiedenen Sprachen zu bekommen
  • Möglichkeit ein Wörterbuch zu pflegen

Nice2Have

  • Möglichkeit für den Client das Wörterbuch zu erweitern
  • Möglichkeit eine Erweiterung des Wörterbuches vom Client zu bearbeiten

(J) Geschäftsmodell-Challenge: Reiseversicherungen neu gedacht! Wie kann das Kundenerlebnis rund um das Thema Reiseversicherungen neu gedacht werden?

Beschreibung

Als Direktversicherer möchten wir im Kontext der Reise unseren Kunden ein positives Erlebnis rund um das Thema Reiseversicherung bieten. Unser Reiseversicherungsprodukt (Paketversicherung) vertreiben wir hauptsächlich über Online-Reiseportale (mit Fokus auf Pauschalreisen) im Zusammenhang mit der Reisebuchung.

Die Herausforderung dabei ist, passende Touchpoints und Gesprächsanlässe mit dem Kunden zu finden, um das Thema Reiseversicherung und dazu passende Services vor und nach der Reisebuchung, während oder vielleicht auch nach der Reise zu platzieren.

Das Altersspektrum unserer Kunden bewegt sich breitgefächert zwischen 20 und 65 Jahren, wobei deutliche Häufungen im Bereich 20 – 35 Jahre und 45 bis 60 Jahre zu finden sind. Desweiteren setzen sich unsere Nutzergruppen aus Singles, Paaren, Familien mit mind. 1 Kind und Reisegruppen mit 3 oder mehr Personen zusammen.

Challenge

Entwickeln Sie Szenarien und die entsprechenden digitalen Produkte für die Platzierung des Themas Reiseversicherung, Reiseversicherungsprodukte und entwickeln Sie dazu passende Services und Gesprächsanlässe für folgende Punkte der Customer Journey im Reisebuchungsprozess:

  • Recherche/Inspiration für die Reise bis einschließlich zum Abschluss der Reisebuchung
  • nach Reisebuchung bis zur Abreise
  • während der Reise
  • nach der Reise

Zur Platzierung des Themas ist es notwendig, auf verschiedene Altersspektren der Nutzer passende digitale Lösung(en) (z.B. App, Webseite, Mails) bereitzustellen.

Das bisherige Produktspektrum darf dabei gerne als Paket und/oder auch in einzelnen Bausteinen genutzt werden. Vorstellbar ist, darüber hinaus gehende Produkte/Leistungsversprechen zu schaffen und dem Kunden anzubieten, sofern sie auf den Reisekontext einzahlen.

Einige der dabei wichtigsten Fragen lauten:

  • Wie kann man den Nutzer an den verschiedenen Touchpoints zum Thema Reiseversicherung ansprechen und ihm dabei auf diese Situation passenden Versicherungsschutz anbieten?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, die Nutzer ihrem Altersspektrum entsprechend Versicherungsschutz nahe zu bringen, den Kunden zu akquirieren und auch langfristig an uns zu binden?
  • Wann ist die Kaufbereitschaft am höchsten?